Igel gefunden?!
Igel im Garten – gibt es das noch? Wieviel Ordnung muss sein? Ist ein ordentlicher und aufgeräumter Garten heute ein Muss für jeden Gärtner? Im Herbst, wenn „tonnenweise“ Laub zu Boden fällt, wird dieses als Müll betrachtet, den es zu entsorgen gilt. Dabei gibt es in der Natur keinen Abfall und viele kleine Insektenarten brauchen dieses Angebot, um überleben zu können. Noch schlimmer sind – um Zeit und Arbeit zu sparen– die „stylish- modernen“, nur noch mit Kies und Schotter befüllte Gartenareale, in denen bestenfalls noch ein paar asiatische Ziergräser hier und da sparsam verteilt ihr Grün in den Himmel recken. Oder es dreht beinahe täglich ein Rasenmähroboter seine Runden auf Grünflächen, die eher einem Golfplatz gleichen. Zerstörte Lebensräume Der Igel muss sich nicht nur mit Lärm und eingeschränkten Lebensräumen begnügen. Nein, er findet in einem pedantisch aufgeräumten Garten zudem keine Nahrung mehr. Seine Lebensräume werden immer mehr eingeschränkt und sein Revier wird von verkehrsreichen Straßen durchschnitten und mit Häusern zugepflastert. Das erklärt auch, warum der Igel zu den bedrohten Arten gehört. Wenn wir einen Igel sehen, sollten wir uns nicht nur an seiner Anwesenheit erfreuen, sondern auch etwas dafür tun, dass er weiterhin in unserem Umfeld bleibt – und überlebt.
Im Zuge der Bauvorhaben werden mehr und mehr naturbelassene Lebensräume vernichtet
Trimmen, mähen, schneiden,  häkseln … ? Viele Gärtner gehen mit elektrischen Geräten erbarmungslos und ohne nachzudenken unter die zugewachsenen Hecken und zerstören nicht nur Lebensräume, sondern bedrohen außerdem das Leben der Igel im Garten. Gerade dort in zugewachsenen Hecken versuchen viele Tiere Schutz zu finden, wie auch der Igel. Der Igel hat keine Überlebenschance bei Rasentrimmern oder elektrischen Heckenscheren. Dabei vernichtet man außerdem die natürlichen Lebensräume von Käfern, Schnecken und Regenwürmern, von denen sich der Igel ernährt. Viel zu schnell ist ein Igelnest dabei zerstört, vielleicht sogar ohne dass Sie es überhaupt bemerken. Die Igelmutter fl üchtet, die Igelbabies sind hoffnungslos verloren und dem Tode geweiht. Hungrig, blind und taub kriechen sie auf der Suche nach der Mutter völlig hilf- und orientierungslos umher, bis sie vor Schwäche und Unterkühlung kläglich sterben! Die Feinde des Igels Zu den natürlichen Feinden gehören nicht nur die Feinde aus der Luft wie z.B. der Uhu. Er lauert dem Igel nachts auf und kann auch größere Igel mit seinen starken Krallen umfassen. Fuchs, Marder, Iltis, Dachs und Waschbär sind schlaue und clevere Feinde des Igels. Igel rollen sich bei Gefahr ein, was den Feind dazu bringt, sich in eine ruhige Stellung zu begeben und abzuwarten. Läuft der Igel dann – weil er meint, sicher zu sein – wieder los, ist es um ihn geschehen. Auch Igelnester werden zerstört und Baby- oder Jungigel gefressen. Insbesondere die Ratte gehört zu den Feinden der Jungtiere. An größeren Altigeln vergreift sie sich nur, wenn dieser schläft oder im Winterschlaf ist. Der größte Feind des Igels ist jedoch der Mensch.
Hier an diesem Hangbereich wurde mitten im August „mal Ordnung gemacht“: Gras, Unkraut und Gestrüpp unter dem Strauch wurden entfernt und dabei unbemerkt ein Igelnest zerstört! Die Igelkinder waren erst wenige Tage alt. Drei von ihnen verendeten bis zum Abend qualvoll am Wegesrand. Ein vierter Säugling, welcher noch lebte, konnte trotz aller Bemühungen leider nicht gerettet werden.
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